Ausführliche Beschreibung des De-Le-Systems

In den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten wurden – wie hier beschrieben – in mehreren Sprachen Methoden entwickelt, um sowohl schriftsprachlich als auch beim Sprechen auf unkomplizierte Weise eine Person in ihren verschiedenen gesellschaftlichen Rollen zu beschreiben ohne ihr Geschlecht zu erwähnen. Auf Deutsch gibt es aber bis jetzt für diese Zwecke nur schriftsprachliche Lösungen wie das Gender-Sternchen, die sich nicht ohne Probleme auf die gesprochene Sprache übertragen lassen. Wieso hinkt das Deutsche hier hinterher?

Der Grund dafür ist meines Erachtens, dass die relativ komplizierte Grammatik des Deutschen es schwieriger macht, eine funktionstüchtige geschlechtsneutrale Sprechweise zu entwickeln und zu etablieren. So wie im Spanischen müsste dafür ein neues geschlechtsneutrales Genus eingeführt werden. Aber während sich dies im Spanischen durch die Verwendung der neuen Endung -e relativ einfach gestaltet, ist dies im Deutschen leider um ein vielfaches komplizierter, weil man sich überlegen muss, wie Substantive, Adjektive, Artikel und Pronomen im neuen geschlechtsneutralen Genus in den vier grammatikalischen Fällen dekliniert werden sollen. Trotz dieser Komplikationen bin ich der Überzeugung, dass der gesellschaftliche Wandel im Umgang mit den Geschlechts-Kategorien einen solchen Sprachwandel mittel- bis langfristig unumgänglich macht, insbesondere weil es mittlerweile das diesbezügliche Vorbild anderer Sprachen gibt.

Ich habe mir daher gemeinsam mit anderen an dem Thema Interessierten ausführlich Gedanken darüber gemacht, wie ein solches System auf Deutsch funktionieren könnte, und möchte meinen daraus resultierenden Vorschlag hier beschreiben, damit sich andere Menschen damit auseinandersetzen können und mit mir zusammen anfangen können, ihn in der Praxis auszuprobieren. Eine detaillierte Begründung für die Design-Entscheidungen, die ich bei der Entwicklung meines Systems treffen musste, findet sich auf dieser getrennten Seite.

Man könnte vielleicht meinen, dass wir mit dem Neutrum doch schon ein geschlechtsneutrales Genus haben, das ja auch schon für einige geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen wie das Mitglied, das Kind und das Opfer verwendet wird, und einfach auf andere Personenbezeichnungen übertragen werden könnte. Ich glaub allerdings, dass diese Lösung in der Praxis nicht funktionieren kann, da trotz der einigen wenigen im Neutrum stehenden Personenbezeichnungen das Neutrum die meisten Sprecher eher an ein Ding als an eine Person denken lässt. Insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass es in unserer Gesellschaft leider Menschen gibt, die die Menschlichkeit ihrer nicht-binären Mitmenschen nicht in vollem Umfang akzeptieren, wird sich eine Person, die durch ihren Sprachgebrauch unter anderem auch ihre Akzeptanz für nicht-binäre Menschen zum Ausdruck bringen will, kaum davon überzeugen lassen, das Pronomen es und andere Neutrum-Formen zu verwenden, die so klingen, als ginge es um ein Ding und nicht um eine Person.

Wir brauchen also ein neues grammatikalisches Genus, das sich von den drei existierenden unterscheidet und eindeutig zum Ausdruck bringt, das von einer Person die Rede ist, ohne aber dabei das Geschlecht festzulegen. Ich bezeichne dieses neue Genus als Utrum, da dieser Name auch bezüglich der skandinavischen Sprachen für das Genus verwendet wird, das sich sprachhistorisch aus der Verschmelzung des Femininums und des Maskulinums gebildet hat.

Für die Utrum-Form des bestimmten Artikels schlage ich de vor, da diese Form sowohl von der Schriftform als auch von der Aussprache in etwa gleich viele Ähnlichkeiten mit die und mit der hat, und des Weiteren leicht auszusprechen ist.

Für Substantiv-Paare wie Lehrer/Lehrerin, bei denen die Grundform maskulin ist und die feminine Form durch Anhängen von -in gebildet wird, schlage ich vor, die Utrum-Form durch die Endung -ir anzuzeigen: de Lehrir. Weitere Beispiele sind de Arbeitir, de Kanzlir, de Schweizir, de Professir, de Stundentir, de Kollegir, de Ärztir, de Freundir usw. Wie sich an diesen Beispielen erkennen lässt, ersetzt die Endung -ir unbetonte Personen-bezeichnende Suffixen wie -er und -or (daher Lehrir und nicht Lehrerir), wohingegen es bei Wörten mit einem betontem Suffix (z.B. Student) an das Suffix angehängt wird (daher Studentir und nicht Studir). Auch bei Wörtern ohne Suffix (z.B. Arzt und Freund) wird das -ir einfach hinten dazugefügt. Bei Wortpaaren wie Arzt/Ärztin, bei denen die weibliche Form einen Umlaut hat, empfehle ich auch in der Utrum-Form den Umlaut zu benutzen (daher Ärztir und nicht Arztir). (Nur bei Gottir empfehle ich, im Utrum keinen Umlaut zu verwenden, da die Utrum-Form sonst der Maskulin-Plural-Form zu ähnlich klingen würde.)

Wir haben im Deutschen ein paar geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen, die im allgemeinen Sprachgebrauch nur im Plural verwendet werden, z.B. Eltern, Geschwister, Leute und Eheleute. Bei den ersten beiden haben sich in Fachtexten von Genetikern und Verhaltensforschern schon die Singularformen das Elter und das Geschwister etabliert, und diese könnten ähnlich wie einst das englische Wort sibling aus der Fachsprache in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen werden, wobei es dann auch möglich sein sollte, sie im Utrum als de Elter und de Geschwister zu verwenden. Bei Leute und Eheleute schlage ich analog dazu vor, de Leut als geschlechtsneutrale Entsprechung zu Mann/Frau und de Eheleut als Entsprechung zu Ehemann/Ehefrau zu verwenden.

Die Möglichkeit, statt das Elter und das Geschwister die Utrum-Formen de Elter und de Geschwister zu verwenden, soll analog auch für alle schon existierenden geschlechtsneutralen Personenbezeichnungen möglich sein, so das man anstatt die Person, der Mensch und das Kind auch de Person, de Mensch und de Kind nutzen kann, wenn man diese systematische Verwendung des Utrums gegenüber der traditionellen Verwendungsweise dieser Wörter bevorzugt.

Der Plural der auf -ir endenden Substantive wird durch anhängen von -en gebildet: die Lehriren, die Kundiren usw. Die Betonung würde genauso wie bei der Singularform vor der Endung -ir liegen, also bei Lehriren und Kundiren jeweils auf der ersten Silbe. Die schon existierenden Plural-Formen wie die Leute und die Geschwister bleiben natürlich in ihrer bisherigen Form erhalten.

Bevor ich noch einige weitere Vorschläge zur Bildung von geschlechtsneutralen Substantiven mache, wende ich mich erst einmal dem Pronomen und den Details der Deklination zu. Als geschlechtsneutrale Entsprechung zu sie und er schlage ich le vor, abgeleitet von dem Neuwort Leut. Meine Überlegungen zur Deklination von le basieren auf der Beobachtung, dass die Pronomen ich und du ähnlich dekliniert werden: mein/dein, mir/dir, mich/dich. Ich schlage daher die Formen lein, lir und lich für die Deklination von le vor.

Da der Artikel de und das Pronomen le zentrale Bestandteile meines Vorschlags sind, habe ich mich entschieden, meinen Vorschlag De-Le-System zu taufen.

Natürlich muss nicht nur das neue geschlechtsneutrale Pronomen le dekliniert werden, sondern auch der bestimmte und der unbestimmte Artikel sowie die Adjektive. Die Adjektive werden im Deutschen verschieden dekliniert, je nachdem ob ein bestimmter, ein unbestimmter oder gar kein Artikel davorsteht. Damit das De-Le-System für Deutschsprachige natürlich klingt, muss diese Unterscheidung auch bei den Utrum-Adjektiv-Endungen gemacht werden. Hier mein Vorschlag zu den Artikeln und Adjektiv-Endungen, in einer Tabelle mit den schon existierenden Formen, um den Vergleich zu vereinfachen:


Maskulinum Femininum Neutrum Utrum
Nominativ der die das de
Genitiv des der des des
Dativ dem der dem der
Akkusativ den die das den

Maskulinum Femininum Neutrum Utrum
Nominativ ein eine ein eine
Genitiv eines einer eines eines
Dativ einem einer einem einer
Akkusativ einen eine ein einen

Maskulinum Femininum Neutrum Utrum
Nominativ der gute Lehrer die gute Lehrerin das gute Buch de gute Lehrir
Genitiv des guten Lehrers der guten Lehrerin des guten Buches des guten Lehrirs
Dativ dem guten Lehrer der guten Lehrerin dem guten Buch der guten Lehrir
Akkusativ den guten Lehrer die gute Lehrerin das gute Buch den guten Lehrir

Maskulinum Femininum Neutrum Utrum
Nominativ ein guter Lehrereine gute Lehrerinein gutes Bucheine gute Lehrir
Genitiv eines guten Lehrerseiner guten Lehrerineines guten Bucheseines guten Lehrirs
Dativ einem guten Lehrereiner guten Lehrerineinem guten Bucheiner guten Lehrir
Akkusativ einen guten Lehrereine gute Lehrerinein gutes Bucheinen guten Lehrir

Maskulinum Femininum Neutrum Utrum
Nominativ guter Lehrer gute Lehrerin gutes Buch gute Lehrir
Genitiv guten Lehrers guter Lehrerin guten Buches guten Lehrirs
Dativ gutem Lehrer guter Lehrerin gutem Buch guter Lehrir
Akkusativ guten Lehrer gute Lehrerin gutes Buch guten Lehrir

Bei substantivierten Adjektiven ist es der Klahrheit halber zu empfehlen, die Substantiv-Endungen statt die Adjektiv-Endungen zu verwenden, z.B. de Deutschir, de Verlobtir usw.

Die Utrum-Endungen der Artikel und Adjektive lassen sich auch leicht auch auf die Endungen von Demonstrativ- und Possessiv-Pronomen übertragen: „Diese Studentir stellt leiner Professir gleich diesen Freundir unseres Kanzlirs vor.“

Pronomen wie jede(r) und keine(r) können im Utrum entweder mit den selben Endungen wie die Artikel de und eine dekliniert werden, oder mit der Substantiv-Endung -ir. Wenn sie zusammen mit einem Substantiv verwendet werden, ist es nach meiner Ansicht besser, sie wie die Artikel zu deklinieren, damit die verschiedenen grammatikalischen Fälle klar unterschieden werden. Wenn diese Pronomen hingegen alleinstehend (ohne dazugehöriges Substantiv) verwendet werden, ist es nach meiner Ansicht besser, die Endung -ir zu verwenden, damit die Utrum-Form nicht mit den femininen und maskulinen Formen dieser Pronomen verwechselt werden können:

Nominativ jede Lehrir keine Lehrir jedir keinir
Genitiv jedes Lehrirs keines Lehrirs jedirs keinirs
Dativ jeder Lehrir keiner Lehrir jedir keinir
Akkusativ jeden Lehrir keinen Lehrir jedir keinir

Das Pronomen jemand ist zwar semantisch schon geschlechtsneutral, hat aber im Genitiv, Dativ und Akkusativ maskuline Endungen: jemand/jemandes/jemandem/jemanden. Im De-Le-System kann man die Utrum-Endungen auch bei der Deklination von jemand verwenden, was nur beim Dativ zu einer Abweichung von den heute gebräuchlichen Endungen führt: jemand/jemandes/jemander/jemanden.

Beim Thema Pronomen sollte auch noch etwas zu dem Wort man angemerkt werden: Obwohl dieses Wort semantisch immer geschlechtsneutral war, führt seine Ähnlichkeit zum Wort Mann bei manchen Menschen zu Unbehagen, weswegen einige Personen auch schon Alternativen wie frau und mensch bevorzugen. Die Alternative mensch ist eigentlich schon sehr gut, aber im De-Le-System bietet es sich auch an, das Wort einir im Sinne von man zu verwenden. Es ist nämlich sowieso schon so, dass das Wort man im Dativ und im Akkusativ durch das Pronomen einem bzw. einen ersetzt wird. Es bietet sich also an, auch im Nominativ dieses Pronomen zu verwenden, aber natürlich in der geschlechtsneutralen Form einir. Für die Deklination von einir gibt es genauso wie bei jedir zwei Möglichkeiten: Entweder wird es mit den Endungen des geschlechtsneutralen Artikels dekliniert (also einer im Dativ und einen im Akkusativ), oder die Form einir wird unverändert gelassen, wobei ich persönlich letzteres bevorzuge. Mit der Zeit wird es sich zeigen, welche Art einir zu deklinieren mehr Zuspruch findet, sowie ob sich einir überhaupt gegenüber man und mensch durchsetzen wird.

Bei Verwandtschaftsbezeichnungen sind die weibliche und die männliche Form meistens unabhängige Wörter, z.B. Tochter/Sohn. Für manche Verwandtschaftsbezeichnungen ergeben sich schon durch die bisherigen Erklärungen geschlechtsneutrale Formen, z.B. de Elter, de Großelter, de Geschwister, de Enkelir und de Eheleut bzw. de Gattir. In den anderen Fällen lässt sich eine geschlechtsneutrale Form durch Verschmelzung der existierenden Formen bilden: de Sochter (von Tochter/Sohn), de Niffe (von Nichte/Neffe) und de Tonke (von Tante/Onkel). Bei den durch Verschmelzung gebildeten Verwandtschaftsbezeichnungen wird auch der Plural durch Verschmelzung der männlichen und weiblichen Pluralform gebildet: die Söchter (von Töchter/Söhne), die Niffen (von Nichten/Neffen) und die Tonken (von Tanten/Onkel). Bei Cousine/Cousin bietet sich eine Verwendung der Endung -ir an: de Cousinir, im Plural die Cousiniren.

Zusätzlich zu den schon genannten Substantiven gibt es noch einige Sonderfälle, für die ich auch Vorschläge habe:

  • Auch wenn die feminine Form eine unregelmäßig Endung hat, kann die Endung -ir an den Wortstamm angehängt werden, um eine geschlechtsneutrale Form zu schaffen: de Prinzir
  • Statt Junge/Mädchen kann einir meistens einfach Kind sagen. Da aber Junge und Mädchen umgangssprachlich manchmal auch für junge Erwachsene verwendet werden, und außerdem bei Jugendlichen gebräuchlicher als Kind sind, ist auch eine geschlechtsneutrale Form zu Junge/Mädchen wünschenswert. Mein Vorschlag wäre Mungir.
  • Als geschlechtsneutrale Alternative zu Mama/Papa schlage ich Baba vor. Ähnlich kann einir Babi, Oba und Obi als geschlechtsneutrale Alternativen zu Mami/Papi, Oma/Opa und Omi/Opi verwenden
  • Bei Hundehaltiren kann einir statt Frauchen und Herrchen die geschlechtsneutrale Form Leutchen verwenden.
  • Geschlechtsneutrale Alternative zu Nonne/Mönch: Mönne
  • Geschlechtsneutrale Alternative zu Witwe/Witwer: Witwir
  • Geschlechtsneutrale Alternativen zu Amme und Hebamme: Ammir und Hebammir

Die Idee hinter dem De-Le-System ist es, neue Ausdrucksmöglichkeiten für die geschlechtsneutrale Benennung von Personen einzuführen, um es jenen Deutschsprachigen, die sich in manchen Kontexten gerne geschlechtsneutral ausdrücken wollen, zu ermöglichen, dies auf eine Weise zu tun, die auch in der gesprochenen Sprache problemlos funktioniert. Unberührt von diesen Erneuerungen bleiben dabei natürlich Substantive, die nicht Personen bezeichnen, wie der Tisch, die Liebe und das Buch. Und wenn einir das Geschlecht einer Person erwähnen will, wird einir dafür natürlich weiterhin die traditionellen Formen verwenden, so dass diese Formen auch unter den Anhängern des De-Le-Systems weiter existieren werden. Bezüglich der Frage, wann einir die geschlechtsneutralen Neuformen verwendet und wann einir bei den traditionellen geschlechtsspezifischen Formen bleibt, wird es unter den verschiedenen Nutzern des De-Le-Systems sicher verschiedene Ansätze geben, entsprechend der verschiedenen Ideen dazu, wann es sinnvoll ist und wann es nicht sinnvoll ist, das Geschlecht explizit zu erwähnen. Das De-Le-System schreibt hier nichts vor, sondern erschafft nur sprachliche Möglichkeiten und erzeugt damit mehr sprachliche Flexibilität.

Im Folgenden wird das De-Le-System an einem kurzen Textfragment veranschaulicht:

Christie Elan-Cane ist eine nicht-binäre Aktivistir aus Großbritannien, de sich für die Rechte nicht-binärer Personen einsetzt. Auf Englisch verwendet le das Pronomen „per“. Le hat sich durch leinen Aktivismus zum Beispiel erfolgreich für das Recht eingesetzt, sich für den Zugang zum britischen Gesundheitssystem weder als männlich noch als weiblich identifizieren zu müssen. Leine Versuche, auf leinem Pass den Eintrag X statt F oder M beim Geschlecht führen zu dürfen, waren bis jetzt nicht erfolgreich, haben aber in Großbritannien zu einem verstärkten Bewusstsein über die rechtliche Benachteiligung nicht-binärer Personen geführt. Über leine Diskriminierungserfahrung hat le in einem Interview gesagt: „Eines der schlimmsten Dinge war, dass ich als Architektir meines eigenen Unglücks wahrgenommen wurde und nicht als Opfer von Diskriminierung.“

Den zitierten Satz hat Elan-Cane natürlich auf Englisch formuliert und dabei das Englische Wort „architect“ verwendet. Dies lässt sich aber in diesem Kontext nicht in traditionelles Deutsch übersetzen, ohne den Sinn des Satzes zu entstellen und selber an der von Elan-Cane angeprangerten Diskriminierung teilzunehmen. Während das Gender-Sternchen (Architekt*in) hier eine schriftsprachliche Lösung gibt, ermöglicht das De-Le-Systems erstmals eine leicht aussprechbare Lösung.

Um den Gebrauch des De-Le-Systems an noch längeren Texten zu veranschaulichen, gibt es eine Seite über bekannte nicht-binäre Personen und eine geschlechtsneutrale Version von Rotkäppchen.

In der Anfangsphase könnte das De-Le-System auch in Kombination mit dem Gender-Sternchen verwendet werden (z.B. „Le* ist ein*e gute Lehrir*“), damit jene Lesiren, die das De-Le-System noch nicht kennen, aber das Gender-Sternchen schon kennen, verstehen können, dass der verwendete Ausdruck geschlechtsneutral ist. Beim Vorlesen sollte dieses Sternchen die Aussprache nicht beeinflussen. Und sobald das De-Le-System bekannter ist, können die Sternchen weggelassen werden, ohne dass sich an der Geschlechtsneutralität der Ausdrücke etwas ändert.

Weiter zu: Detaillierte Begründung der Endungen des De-Le-Systems